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Was bedeutet "Gestalttheoretische Psychotherapie"?

Die Gestalttheorie vertritt eine ganzheitlich-dynamische Sichtweise vom Menschen. Die Selbstverantwortlichkeit jedes Menschen steht im Vordergrund, ebenso der unzertrennbare Funktionszusammenhang zwischen seelischen und körperlichen Prozessen.

Die ganzheitliche Sichtweise impliziert, dass der Mensch als soziales Wesen mit starkem Bedürfnis nach Gemeinschaft und sozialer Gerechtigkeit zu betrachten ist. Der Lebensraum jedes Menschen wird als "Feld" gesehen, d. h. nicht nur der Mensch selbst steht im Mittelpunkt der Betrachtungen, sondern ebenso sein gesamtes Um-Feld mit allen hier wirksamen Kräften.

Die Therapiesituation dient als "Ort schöpferischer Freiheit", in der förderliche Rahmenbedingungen geschaffen werden, die die Entwicklung und das Wachstum der Persönlichkeit unterstützen.

"Blinde Flecken", widerstreitende Anteile, unterschiedliche Sichtweisen in uns sollen bewusst gemacht und bearbeitet werden. Dadurch können neue Denkweisen, neues Verhalten, neues Fühlen entstehen, was zur Verbesserung der Gesamtbefindlichkeit beiträgt.










  





Geschichte/Entstehung:

Die Gestalttheoretische Psychotherapie (Hans-Jürgen Walter) ist als methodenintegrativer psychotherapeutischer Ansatz aus der "Berliner Schule der Gestalttheorie" hervorgegangen, die als akademische Richtung der Psychologie zu Beginn des 20. Jhd. begründet wurde.

Den Begriff "Gestalt" führte Christian v. Ehrenfels im Jahre 1890 in seinem Artikel über "Gestaltqualitäten" erstmals in die Psychologie ein. Er erläuterte hier das Gestaltprinzip, welches das Verhältnis zwischen einem Ganzen und seinen Teilen charakterisiert. "Komplexe psychologische Wahrnehmungen und Erlebnisse besitzen Eigenschaften, die nicht aus der Funktion der Teile her erklärbar sind" (Ehrenfels, 1890).

So werden in der Gestalttheoretischen Psychotherapie nicht nur einzelne Symptome  "behandelt", sondern das Augenmerk auf den gesamten Menschen (auf das Ganze) mitsamt seinem Lebensumfeld gerichtet. Nicht kausales Denken (Ursache - Wirkung) steht im Vordergrund, sondern das Erfassen/Verstehen des Menschen mit all seinen Bedingungen, die er im Leben vorfindet.

Als erkenntnistheoretischer Hintergrund dient der "Kritische Realismus" als Erklärungsmodell dafür, wie wir die Welt betrachten können. Der "Kritische Realismus" vertritt die These, dass die gesamte vorgefundene Welt zu unserer anschaulich-erlebten Wirklichkeit gehört. Diese ist streng von der erlebnisjenseitigen Welt zu unterscheiden, die uns niemals anschaulich gegeben ist.  Diese Differenzierung der Wirklichkeitsebenen wird dort einsichtig, wo diese Wirklichkeiten auseinanderklaffen, wie dies z. B. bei Wahrnehmungstäuschungen der Fall ist. 
Weiters gehört zu den Theoriegrundlagen die Isomorphieannahme von Köhler, die von einer strukturellen Uebereinstimmung im sog. "Psychophysischen Niveau" zwischen psychischen Prozessen und gehirnphysiologischen Vorgängen ausgeht.

Als zentrales psychologisches Konzept zum Verständnis menschlichen Erlebens und Handelns gilt die "Tendenz zur guten Gestalt" (auch: "Prägnanztendenz"). Metzger beschreibt diese Tendenz allgemein als den tief in uns angelegten Drang, Gestörtes in Ordnung zu bringen - d. h. der Mensch besitzt die Fähigkeit zur spontanen Selbstorganisation, die es ihm ermöglichen, situationsgemäß ein inneres Gleichgewicht aus eigenen Kräften wieder her zu stellen und sich neu zu stabilisieren. Psychotherapie kann dabei unterstützend wirksam werden.


Mehr Informationen zur Gestalttheoretischen Psychotherapie:  www.gestalttheory.net